Auf die Bretter, fertig, los
Abenteuer auf (und neben) der Piste
Alpenraum / Skifahren im Frühling ist für Familien mit Kindern ein ganz besonderes Erlebnis: Wenn milde Temperaturen, griffiger Schnee und sonnige Nachmittage locken, freut sich Groß und Klein gleichermaßen. Dabei bedeutet Winterurlaub keineswegs, dass von früh bis spät Ski gefahren werden muss. Immer mehr Regionen bieten auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das weit mehr als nur eine Schlechtwetteralternative ist. Wir zeigen, wo keine Wünsche offenbleiben.
Autor: Benni Häfner
Turracher Höhe
Den Winter spüren!
Auf der Turracher Höhe ist der Winter zuhause. Hoch oben zwischen Kärnten und der Steiermark, auf 1763 bis 2205 Metern, liegt ein weites Hochplateau, auf dem drei zugefrorene Bergseen ruhig zwischen Almwiesen und knorrigen Zirben glitzern. Drum herum die sanftvgerundeten Gipfel der Nockberge – keine schroffen Riesen, sondern Berge, die aussehen, als hätten sie Zeit. Genau das spürt man hier auch als Familie.
Die Turracher Höhe ist ein Ort für Wintertage ohne Eile. Sanfte Hänge, breite Pisten und viel Platz machen den Einstieg ins Skivergnügen leicht. Drei Skischulen und eine Snowboardschule kümmern sich um die ersten Schwünge, und wer zum ersten Mal allein unterwegs ist, bleibt trotzdem immer im Blick. Das Skigebiet ist überschaubar, nicht zu groß und nicht zu klein.
Nicht nur die Kinder freuen sich hier auf den Pistenbutler. Seit über 20 Jahren taucht er plötzlich irgendwo im Skigebiet auf, verteilt selbstgemachtes Eis, kleine Erfrischungen oder ein freundliches Wort. Für Erwachsene gibt es auch mal ein Gläschen Prosecco, für Kinder vor allem das gute Gefühl, gesehen zu werden. Eine kleine Begegnung, die große Erinnerungen schafft.
Wer es lieber wild mag, steuert den Fun-Mountain an. XXL Funslope, Kidsslope und Funcross sorgen dafür, dass Beine müde und Wangen rot werden. Kurven, Wellen und kleine Sprünge machen das Skifahren zum Spielplatz auf Schnee. Und danach? Da wartet der Nocky Flitzer. Die Alpen-Achterbahn schlängelt sich 1,6 Kilometer durch einen der größten Zirbenwälder der Alpen. Kurven, Kreisel und Wellen lassen den Bauch kribbeln – und zwischendurch sollte man kurz hochschauen: Bei klarer Sicht reicht der Blick bis nach Italien und Slowenien.
Bregenzerwald
Wo der Winter Kindern gehört
Im Bregenzerwald ist Skifahren lernen ein kleines Wunder zum Zuschauen. Da stehen sie, noch ein wenig wackelig, die Skispitzen zur berühmten Pizzaschnitte geformt – und ein paar Tage später sausen sie schon selbstbewusst über die Übungshänge. Die Kinder strahlen, die Eltern staunen. Genau für diese Momente gibt es die Aktion Kinderschnee.
Zu ausgewählten Terminen im März wird der Bregenzerwald zum besonders familienfreundlichen Winterrevier. Kinder zwischen drei und sechs Jahren nehmen kostenlos an einem viertägigen Skikurs teil, dazu kommt der 3Täler-Skipass für sechs Tage. Lernen, lachen und erste Erfolgserlebnisse im Schnee gehören hier einfach zusammen. Wer einmal einer Kinderskischulgruppe zugeschaut hat, weiß: Skifahren ist für die Kleinen viel mehr als Sport. Es ist ein Abenteuer, das Mut macht, Koordination schult und Erinnerungen schafft, die oft ein Leben lang bleiben.
Der Bregenzerwald liefert dafür die perfekte Bühne. Sanfte Hänge, überschaubare Skigebiete und eine entspannte Atmosphäre nehmen Druck raus – für Kinder wie für Erwachsene. Und auch abseits der Pisten wird es garantiert nicht langweilig. Während der Aktion-Kinderschnee-Wochen lockt ein buntes Familienprogramm: Bauernhöfe in Egg, Bezau, Mellau oder Au öffnen ihre Tore, im Schafstall in Au wird gestaunt und gefragt. In der Bergkäserei Schoppernau lüften Käser ihre Geheimnisse und zeigen, wie aus Milch der berühmte Bregenzerwälder Bergkäse wird.
Natürlich darf auch der klassische Winterspaß nicht fehlen. Rodelbahnen in Warth, Schröcken, Damüls, Au, Mellau und Bezau sorgen tagsüber für Tempo und rote Wangen. Abends ziehen Laternenwanderungen durch die verschneiten Dörfer, Pferdeschlitten gleiten leise durch die Winterlandschaft. Und wenn Kasperl in Warth-Schröcken auf die Suche nach dem verlorenen Schneemann geht, sind die kleinen Gäste ganz Ohr.
Serfaus-Fiss-Ladis
Wo der Winter Abenteuerspielplatz ist
In Serfaus-Fiss-Ladis fühlt sich Winterurlaub so an, wie ihn die Eltern in Erinnerung haben. Hier darf gestaunt, gejubelt und ausprobiert werden – und zwar von morgens bis abends. Für Kinder ist es ein Paradies, für Eltern ein Ort, an dem man Abenteuer und Komfort erstaunlich gut unter einen Helm bekommt.
Schon abseits der Skipisten wartet eine Extraportion Action. Zwei Rodelbahnen in Serfaus und Fiss ziehen sich über insgesamt acht Kilometer durch den Schnee – lang genug, um zwischendurch vor Lachen kaum Luft zu bekommen. Wer lieber fliegt als rutscht, steigt in den Serfauser Sauser. Mit bis zu 65 km/h geht es an Stahlseilen durch die Luft, bis zu 85 Meter über dem Boden. Das Kribbeln im Bauch ist garantiert, das breite Grinsen danach auch.
Noch mutiger? Dann lockt der Sky-swing. Die riesige Überschlagschaukel schwingt ihre Passagiere hoch über den Hang, mal sanft, mal spektakulär – je nachdem, welches Level man wählt. Und im Fisser Flieger schweben bis zu vier Personen gemeinsam wie in einem Flugdrachen 47 Meter über dem Boden. Ein Erlebnis, bei dem Kinderaugen groß werden und Erwachsene plötzlich wieder sehr jung wirken.
Natürlich ist Serfaus-Fiss-Ladis auch ein Skigebiet der Superlative. Breite Pisten, moderne Lifte und perfekte Bedingungen machen den Einstieg leicht und die Tage lang. Und mittendrin liegt das Schlosshotel Fiss, ein Ort, an dem Familienurlaub auf Fünf-Sterne-Niveau stattfindet, ohne steif zu wirken. Dank Ski-in- und Ski-out geht es im Winter per Aufzug direkt auf die Piste, während die Hexenrodelbahn gleich nebenan für Spaß abseits der Abfahrten sorgt. Nach einem Tag voller Bewegung wartet hier Entspannung für alle: Das großzügige Spa bietet Rückzugsorte für Erwachsene, Wasserwelten zum Toben für Kinder und genug Platz, um gemeinsam zur Ruhe zu kommen. Seit Dezember 2025 bietet der neue SHF Kidsclub mit Maskottchen Monti, dem Bergkristall, ab zwei Jahren täglich betreute Aktivitäten, Workshops und zahlreiche Spielmöglichkeiten. Und abends? Da sitzen Familien beisammen, erzählen von Flügen, Schwüngen und Mutmomenten. Serfaus-Fiss-Ladis zeigt, wie Winterurlaub klingt: nach Tempo, Lachen – und ganz viel „Nochmal!“.
Alta Badia
Winterurlaub, wie Kinder ihn sich erträumen
In Alta Badia beginnt der Winterurlaub mit einem breiten Grinsen unter dem Helm: Hier dürfen Kinder noch Kinder sein – und die Eltern staunen, wie mühelos gemeinsame Zeit im Schnee gelingen kann. Die Dolomiten wirken dabei fast wie eine Kulisse für das große Winterabenteuerbuch.
Ein besonders lebendiges Kapitel spielt im Winter Park La Crusc. Auf der Kids Fun Line wird Skifahren zur Spielgeschichte: Ein schwebender Gong wartet darauf, angeschlagen zu werden, eine Brücke lädt zum Hinauf- und Hinunter sausen ein und ein überdimensionales Xylophon wird zum Klingen gebracht. Wer noch keine Ski trägt, erlebt in der Snowy Adventure sein ganz eigenes Glück: auf Schneescheiben gleiten, im Donut lachen oder auf aufblasbaren Tieren durch den Schnee reiten. Perfekt als krönender Abschluss eines langen Familientages.
Auch auf der Kidsslope Pralongià geht es spielerisch zu. Zwischen riesigen Käseschnitten, Schaumgummi-Baumstämmen, Tunneln und überdimensionalen Eicheln lernen Kinder fast nebenbei, wie Skifahren funktioniert. All das fühlt sich mehr nach Abenteuerspielplatz als nach Übungsgelände an. Größer, schneller, aber genauso verspielt ist die Funslope Biok, nur einen Steinwurf entfernt: 900 Meter voller Steilkurven, Wellen, Sprünge und Tunnel – ein Abenteuer zwischen Skipiste und Snowpark, der kleine und große Wintersportler gleichermaßen jubeln lässt.
Und wenn die Sonne untergeht? Dann wird gerodelt. Die Naturrodelbahn vom Piz Sorega nach San Cassiano sorgt tagsüber für Tempo und rote Wangen, beim Nachtrodeln funkeln dagegen Sterne und Kinderaugen gleichermaßen.
Tiroler Zugspitz Arena
Winter leise entdecken
Weniger „schneller, höher, weiter“, dafür mehr Zeit zum Schauen, Staunen und gemeinsamen Unterwegssein. Rund um Deutschlands höchsten Berg entfaltet sich eine Winterlandschaft, die nicht laut sein muss, um Kinder zu begeistern – und Eltern gleich mit.
Natürlich gibt es auch hier Skigebiete, die perfekt auf Familien zugeschnitten sind. Übersichtlich, gut erreichbar, mit Skischulen, Kinderarealen und Abfahrten, auf denen man sich sicher fühlt. Doch auch abseits der Pisten lassen sich Abenteuer finden. Wenn die Ski einmal stehen bleiben, beginnt ein Winter, der sich Schritt für Schritt erschließt. Gespurte Winterwanderwege ziehen sich durch die verschneiten Täler und Hänge, viele davon auch mit Kindern gut machbar. Wer es ein bisschen abenteuerlicher mag, schnallt Schneeschuhe an. Geführte Touren und einfache Routen für Einsteiger machen den Einstieg leicht. Schneeschuh-Guide Marco Seitner, Inhaber der Alpinschule Lermoos, schwärmt davon, wie ruhig Kinder werden, sobald sie ihren eigenen Rhythmus im Schnee finden. Kein Lärm, kein Stress – nur knirschender Schnee unter den Füßen und Zeit füreinander.
esonders viel Herz steckt in den digitalen Erlebniswegen, die auch im Winter begehbar sind. Auf gespurten Routen verbinden sie Bewegung mit kleinen Aufgaben, Rätseln und Geschichten. Für Kinder fühlt sich das wie ein Spiel an, für Eltern wie ein Spaziergang mit Sinn.
Ein echtes Highlight sind die Lama-Wanderungen im Winter. Gemeinsam mit den ruhigen, neugierigen Tieren geht es gemächlich durch die verschneite Landschaft. Kinder lernen schnell, sich auf das Tempo der Lamas einzulassen (Oder ist es etwa umgekehrt) – und merken gar nicht, wie entspannt ein Wintertag sein kann.
Region Graz
Winter zwischen Stadtabenteuer und Schneespuren
In der Region Graz liegen Wintererlebnisse erstaunlich nah beieinander. Zehn Minuten reichen, um vom städtischen Trubel in die ruhige Natur zu wechseln. Für Familien fühlt sich das an, als hätte man zwei Urlaube gleichzeitig gebucht: einen mit Schnee und Bewegung, den anderen mit Geschichten, Kultur und warmen Cafés.
Am Morgen geht es hinauf auf den Schöckl, den Grazer Hausberg. Wenn Schnee liegt, wird er zum Winterspielplatz mit Aussicht. Hier stapfen Kinder durch weiße Landschaften, vollführen erste Schwünge oder entdecken, wie spannend ein Spaziergang im Winter sein kann. Und wenn die Lust auf Schnee langsam nachlässt, ist die Stadt nie weit. Unten wartet Graz mit all dem, was neugierige Kinder lieben.
In der Altstadt wird gebummelt, gestaunt und entdeckt. Im Kindermuseum Frida & Fred darf ausprobiert, angefasst und gefragt werden – genau so, wie Kinder es mögen. Danach geht es mit der Grazer Märchenbahn tief hinein in den Schlossberg. Dunkel, geheimnisvoll und ein kleines bisschen aufregend, ohne unheimlich zu sein. Wer danach noch Energie übrig hat, nimmt die längste Indoorrutsche der Welt und saust vom Schlossberg zurück ins Tageslicht. Ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Der besondere Reiz der Region Graz liegt im ständigen Wechsel. Vormittags Schnee unter den Schuhen, nachmittags Kopf voller Eindrücke. Oder einfach andersherum. Denn auch vor den Toren der Stadt wird es im Winter alles andere als langweilig. Am Schöckl lockt actionreiches Downhillbiken für größere Kinder und Jugendliche, während ruhigere Gemüter mit Alpakas oder Lamas auf Winterwanderung gehen. Der Blick schweift derweil über die verschneite Landschaft, und plötzlich fühlt sich Winter mit der Familie ganz leicht an.
Die Region Graz zeigt, dass Familienurlaub im Winter nicht immer in klassischen Skigebieten stattfinden muss. Manchmal reicht eine Stadt, ein Berg und die Freiheit, jeden Tag neu zu entscheiden, worauf man heute Lust hat.
Pillerseetal
Winterabenteuer zwischen Uhrzeit und Gegenwart
Im Pillerseetal reisen Winterurlauber durch die Zeit! Hier trifft Eiszeit auf Urzeit, und das nicht nur im Bilderbuch, sondern mitten im Schnee. Das Highlight ist der Triassic Park auf der Waidringer Steinplatte, der auch im Winter seine Tore für neugierige Entdecker öffnet.
Schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis. Ein rund einen Kilometer langer Winterwanderweg führt durch verschneite Landschaften zu einer freischwebenden Aussichtsplattform, zur Panorama-Muschel und sogar zu einer Tropfsteinhöhle. Kinder laufen voraus, halten Ausschau – denn mit etwas Glück lugt plötzlich ein lebensgroßer Dinosaurier aus der Schneedecke. Hier wird Wandern zum Abenteuerspiel, bei dem jeder Schritt eine neue Geschichte erzählt.
Während die Großen auf den Pisten unterwegs sind und kleine Freestyler die Triassic Funline erobern, kommen auch die Allerkleinsten auf ihre Kosten. In der Triassic Kinderbetreuung finden Nicht-Skifahrer ihren ganz eigenen Winterspaß. Spielen, basteln, entdecken! Der gesamte Bereich des Triassic Parks bleibt auch im Winter ein offener Spielplatz, den alle nutzen können, ganz ohne Leistungsdruck. Abseits der Pisten zeigt das Pillerseetal seine ruhige Seite. Lama-Wanderungen führen durch verschneite Täler, begleitet von den Tieren, die Gelassenheit fast erfunden zu haben scheinen. Kinder passen sich schnell dem ruhigen Tempo an, Erwachsene merken, wie gut Winter auch langsam sein kann. Und dann gibt es diese Geschichten, die man nur hier hört. Zum Beispiel vom Kaminkehrer auf Ski, der im Winter zwischen Hütten und Häusern unterwegs ist und dabei alte Traditionen lebendig hält. Oder von Bergführer Markus Kogler, Familienvater und Mitorganisator der Freeride World Tour in Fieberbrunn, der zeigt, wie Abenteuer und Verantwortung zusammenpassen.
Das Pillerseetal beweist, dass Familienwinter nicht zwingend an Pisten gebunden ist – zwischen Dinosauriern im Schnee, stillen Wanderungen und ganz viel Platz für gemeinsame Zeit.
Warth-Schröcken
Winterurlaub mit Herz und Komfort
In Warth-Schröcken am Arlberg wird Familienwinter ganz pragmatisch groß gedacht: hier passt alles zusammen, was Eltern entspannt und Kinder begeistert. Das Skigebiet ist übersichtlich und trotzdem vielseitig – perfekt für Familien mit unterschiedlichen Könnensstufen und für alle, die mehr wollen als nur Pistenkilometer.
Das Herzstück für Familien sind die kindgerechten Bereiche rund um die Talstationen. In Paulis Kinderland und Paulis Skiarena lernen die Kleinsten spielerisch ihre ersten Schwünge, umgeben von Maskottchen Pauli dem Schneemann, Zauberteppichen und sanften Übungshängen. Skischulen mit erfahrenen Lehrkräften bieten Kurse für alle Altersgruppen, vom Ski-Kindergarten bis zum fortgeschrittenen Jungskifahrer. Dank der kurzen Wege zwischen Unterkünften, Lift, Skiverleih und Kursorten bleibt mehr Zeit zum Spielen, Lernen und Skifahren statt für langes Organisieren.
Warth-Schröcken punktet aber auch mit gemeinsamen Erlebnissen abseits klassischer Skitage. Leicht begehbare Winterwanderwege führen durch die verschneite Landschaft – etwa der sonnige Rundweg um den Kalbelesee oder der Spaziergang vom Dorfzentrum zu einer Bergstation mit Fotopunkt. Diese Wege sind für Kinder jeden Alters geeignet und bieten Momente, in denen es statt um Tempo ganz einfach nur um Bewegung und Aussicht geht. Für fröhliches Miteinander sorgen außerdem beleuchtete Rodelbahnen in beiden Orten, auf denen Familien nachmittags und abends ihre Abfahrten genießen können. Ob gemütlich im Sonnenlicht oder abends unter dem Sternenhimmel – Rodeln gehört einfach dazu!
Das Gebiet bietet zudem besondere Saison-Aktionen: In den Kinderschnee-Wochen erhalten Kinder zwischen drei und sechs Jahren einen viertägigen Skikurs und einen sechstägigen Skipass kostenlos, wenn Begleitpersonen eine siebentägige Unterkunft buchen – ein Willkommenspaket, das Familien mit kleinen Kindern entlastet und den Urlaub abwechslungsreich macht.
Warth-Schröcken kombiniert familiäre Atmosphäre, viel Schnee und perfekte Organisation. Hier macht das Lernen im Schnee ebenso Spaß wie eine stille Winterwanderung durch winterliche Wälder – ein Ort, wo Winterurlaub für alle Generationen gelingt.
Zell am See-Kaprun
Winter, der Familien zusammenbringt
In Zell am See–Kaprun merkt man schnell, dass Familien im Mittelpunkt stehen. Marion Breitfuss von der Schmittenhöhebahn bringt es auf den Punkt: Der Erfolg der Region liege darin, dass sich alle Generationen gleichzeitig wohlfühlen dürfen. Kinder sollen staunen und ausprobieren, Eltern entspannen und genießen – und am Ende des Tages treffen sich alle wieder, mit Geschichten im Kopf und Erlebnissen im Herzen.
Die Schmittenhöhe spielt dabei eine zentrale Rolle. Als echter Familienberg bietet sie breite, sonnige Pisten, übersichtliche Areale und kurze Wege. Für Kinder bedeutet das Freiheit, für Eltern Gelassenheit. Skischulen, Kinderareale und spielerische Elemente sorgen dafür, dass Lernen nicht nach Lernen aussieht. Hier geht es nicht um Leistung, sondern um Lust am Bewegen.
Was Zell am See–Kaprun besonders macht, ist die Vielfalt auf engem Raum. Vormittags Skifahren mit Blick auf den Zeller See, nachmittags ein Spaziergang durch die Stadt, ein Abstecher ans Wasser oder eine heiße Schokolade mit Seeblick. Und wenn das Wetter einmal nicht nach Piste ruft, warten Alternativen: Rodelbahnen, Winterwanderwege oder ein Besuch im Tauern Spa, wo auch Kinder ihren Platz finden.
Breitfuss betont, wie wichtig es ist, Familien Wahlmöglichkeiten zu geben. Nicht jeder Tag muss durchgetaktet sein, nicht jedes Familienmitglied hat dieselben Wünsche. Genau darin liegt die Stärke der Region: Sie zwingt zu nichts, bietet aber vieles. Hoch hinaus geht es am Kitzsteinhorn, wo Schnee oft bis in den Frühling liegt und Kinder erstmals Gletscherluft schnuppern. Unten im Tal bleibt es gemütlich und lebendig.
Zell am See–Kaprun zeigt, dass moderner Familienwinter kein Entweder-oder braucht. Stadt und Berg, Action und Ruhe, Abenteuer und Sicherheit gehören hier zusammen. Vielleicht ist das das größte Erfolgsgeheimnis dieser Familienregion.
Region Seefeld
Ganz gross für Familien
In der Region Seefeld zeigt der Winter, dass Größe nicht alles ist. Denn hier punktet nicht nur das Spektakuläre, sondern auch, was oft erst auf den zweiten Blick zu sehen ist. Für Familien ist genau das ein Geschenk. Alles ist nah, alles ist gut erreichbar – und vieles wirkt so, als wäre es extra für Kinder gemacht, die ihre eigenen Winterabenteuer erleben wollen.
Ein besonderes Beispiel ist die wohl kleinste Skischaukel der Welt. Sie verbindet sanfte Hänge, kurze Abfahrten und unkomplizierte Wechsel – perfekt für Familien, in denen Könner und Anfänger gemeinsam unterwegs sind. Kein Gedränge, kein Stress, dafür viel Zeit, um an Technik, Mut und Freude zu feilen. Kinder fahren hier nicht einfach Ski, sie verstehen langsam, wie es funktioniert. Und Eltern wissen ihre Kinder immer in der Nähe.
Seefeld ist aber mehr als ein klassisches Skigebiet. Bekannt für seine weiten Loipen und Winterwanderwege, lädt die Region auch Familien dazu ein, den Winter einmal anders zu entdecken. Flache, gut präparierte Wege führen durch verschneite Wiesen und lichte Wälder, ideal für kleine Beine und große Pausen im Schnee. Der Winter fühlt sich hier ruhig an, fast entschleunigt.
Ein echtes Highlight für Kinder sind auch hier die Alpakawanderungen. Die flauschigen Tiere lassen sonst ungeduldige Kinder
plötzlich ganz langsam werden. Schritt für Schritt geht es durch die Winterlandschaft, begleitet von neugierigen Blicken und vielen Fragen. Ganz nebenbei lernen Kinder Verantwortung und Achtsamkeit – ohne dass es sich wie Lernen anfühlt.
Auch abseits davon bietet Seefeld viele kleine Winterfreuden: Rodelbahnen, Eislaufplätze und gemütliche Orte zum Aufwärmen. Die Region beweist, dass Familienwinter nicht immer laut oder spektakulär sein muss. Manchmal reicht eine kleine Skischaukel, ein paar Alpakas im Schnee und das Gefühl, dass hier alles genau richtig dimensioniert ist – für Kinder, Eltern und gemeinsame Zeit.
















