Wo Familienzeit wieder Zeit bedeutet
Zu Gast im Naturhotel Forsthofgut in Leogang
Es gibt Urlaubsorte, die beeindrucken. Und es gibt Orte, die verbinden. Das Naturhotel Forsthofgut in Leogang gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Nicht, weil hier alles größer, luxuriöser oder spektakulärer wäre als anderswo. Sondern weil man nach wenigen Stunden merkt, worum es eigentlich geht: um gemeinsame Zeit.
Autor: Marcel Reiser
Wir waren mit unseren drei Kindern im Alter von vier, sieben und neun Jahren zu Gast. Eine Konstellation, die Eltern kennen: unterschiedliche Interessen, unterschiedliche Bedürfnisse und meistens unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein gelungener Urlaub sein soll. Genau deshalb waren wir gespannt, ob ein Hotel diesen Spagat schaffen kann.
Die Antwort kam überraschend schnell. Bereits am ersten Morgen standen wir gemeinsam auf der Terrasse und blickten auf die imposante Bergwelt der Leoganger Steinberge. Während die Kinder schon die nächsten Abenteuer planten, genossen wir die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlt. Eine Ruhe, die nicht still wirkt, sondern lebendig. Denn rund um das Forsthofgut beginnt die Natur direkt vor der Hoteltür.
Abenteuer zwischen Wald, Wiesen und Bergen
Während viele Familienhotels ihre Erlebnisse künstlich erschaffen müssen, liefert die Umgebung des Forsthofguts die perfekte Bühne ganz von allein. Direkt vor dem Hotel warten Wanderwege, Naturerlebnisse und unzählige Möglichkeiten, gemeinsam unterwegs zu sein. Ein besonderes Highlight unseres Aufenthalts war die Alpakawanderung. Was zunächst wie ein Programmpunkt für die Kinder klang, entwickelte sich schnell zu einem Erlebnis für die gesamte Familie. Mit erstaunlicher Gelassenheit spazierten die Tiere durch die Natur und sorgten bei Groß und Klein für unzählige Lacher. Für einen Moment schien die Zeit langsamer zu laufen. Kein Handy, keine Termine, keine Ablenkung. Nur Familie, Natur und ein paar neugierige Alpakas.
Genau diese Momente bleiben hängen.
Ebenso wie die Tage auf den Mountainbikes. Die Region rund um Leogang gilt längst als eines der bedeutendsten Bike-Reviere Europas. Vom familienfreundlichen Radweg bis zum weltbekannten Bikepark findet hier jeder seine persönliche Herausforderung. Während die Kinder ihre ersten Erfahrungen auf den Trails sammelten, genossen wir die beeindruckende Bergkulisse und das Gefühl, gemeinsam aktiv unterwegs zu sein.
Ein Spa, das auch Kinder glücklich macht
Besonders beeindruckt hat uns die Art, wie das Forsthofgut Wellness neu interpretiert. Denn während viele Wellnesshotels Familien und Kinder eher als Kompromiss betrachten, werden sie hier ganz selbstverständlich integriert. Der Family & Kids Spa ist weit mehr als ein Kinderpool. Es ist ein eigener Erlebnisbereich, den
Familien gemeinsam genießen können.
Wasserrutschen, Familienruhezonen, Kinderbereiche und viel Platz zum Entdecken sorgen dafür, dass Entspannung hier nicht bedeutet, Kinder beschäftigen zu müssen – sondern Zeit miteinander zu verbringen. Gleichzeitig bietet das Forsthofgut genügend Rückzugsorte für Erwachsene. Während die Kinder betreut werden oder neue Abenteuer erleben, finden auch Eltern ihren Raum für Ruhe, Entspannung und Erholung. Genau diese Balance macht den Unterschied.
Luxus, der sich nicht aufdrängt
Man könnte an dieser Stelle über Design sprechen. Über die Architektur. Über die außergewöhnliche Kulinarik oder die zahlreichen Auszeichnungen. Und ja – all das ist beeindruckend. Doch das eigentliche Luxusgefühl entsteht woanders. Es entsteht beim gemeinsamen Frühstück auf der Sonnenterrasse. Beim Wandern durch die Leoganger Bergwelt. Beim Lachen im Pool. Beim Beobachten, wie die Kinder jeden Abend mit roten Wangen und leuchtenden Augen ins Bett fallen.
Das Forsthofgut schafft etwas, das heute selten geworden ist: Es gibt Familien einen Rahmen, in dem gemeinsame Zeit wieder selbstverständlich wird. Nicht perfekt geplant. Nicht durchgetaktet. Sondern echt. Vielleicht ist genau das die besondere Qualität dieses Hauses. Es verkauft keinen Urlaub. Es schafft Erinnerungen.
Und während wir auf der Heimfahrt die Berge langsam im Rückspiegel verschwinden sahen, waren wir uns alle einig: Manche Hotels besucht man. Zum Forsthofgut möchte man zurückkehren.








