Alpen-Metropole Salzburg

Salzburg / Eine Million Klänge kann man in der Alpenmetropole an der Salzach wahrnehmen. Und muss man auch! Denn die Stadt ist unerbittlich mit ihren Sehenswürdigkeiten, ihrer Geschichte, ihren Ahnen, ihren Perspektiven – um sich den Urlaub unvergesslich zu gestalten. Eine Million Klänge gilt es zu perzipieren, um der Metropole gerecht zu werden: Salzburg.

Autorin: Anja Buntz

Unsere Reise ist eine Hommage an das Erbe der Fürsterzbischöfe, die einst ihren Sitz in der Provinzhauptstadt hatten. Wie passend, dass diese Oberbischöfe sogenannte Metropoliten waren. Als hätten sie schon damals, zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert, gewusst, worauf es bei einer Alpenmetropole ankommt. Reichtum, Gebäude und Strukturen sind Zeitzeugen der Überzeugung und Begeisterung für eine Stadt, die bis heute Menschen aus aller Welt begeistert.

Besonders, wenn sie sich während ihrer Festtage, die sich über das gesamte Jahr verteilen, noch einmal mehr herausputzt und sich mit internationalen, regionalen und einheimischen Federn schmückt. Sobald es draußen langsam wieder dunkler wird, hört man beispielsweise schon von Weitem – den Original Salzburger Advent® in der Kirche St. Andrä. In seinem 34. Jahr ruft er auf, einem Wunder beizuwohnen. Seit 1946 präsentieren darüber hinaus jährlich über 150 Sänger, Musikanten, Schauspieler und Hirtenkinder das adventliche Geschehen beim Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus. Es schwingt und klingt.

Der Klang ist schlichtweg ein Prädikat, das uns während unserer gesamten Reise durch die Alpenmetropole begleitet. Unendlich viele Töne werden angeschlagen, unendlich viele Stimmen verzaubern Besucher, unendlich viele Instrumente werden bespielt und unendlich viele Stunden können wir in Konzert, Oper, Schauspiel, Theater verbringen. Wer es liebt, dem ist keine Darstellung zu viel. Wer keine Gewohnheit darin findet, wird spätestens in Salzburg zum Liebhaber. Und wir? Wir entdecken einmal mehr unsere Freude für die Kultur unserer Heimat – dem Alpenraum.

Ein Millennium-Genie

In dieses Genre fällt unweigerlich ein Mann, der zu Lebzeiten eine Legende war und sie bis heute geblieben ist: Wolfang Amadé Mozart. Ihm verdanken wir unsere Headline. Ihm und seinen Mäzenen, die seine Kunst bis in die Neuzeit getragen haben. Denn in der Heimatstadt des Millennium-Genies werden im Januar 2026 zwei große Jubiläen gefeiert. Mozarts Geburtstag jährt sich zum 270. Mal und dazu gesellt sich das 70. Jubiläum der Mozartwoche. Beides ein Grund, nach Salzburg zu reisen und sich die exklusive Inszenierung der Geschichte des Wunderkindes und Ausnahmetalents hinzugeben.

Wie könnte dies besser wirken als mit Mozarts erfolgreichster Oper. Seit ihrer Uraufführung im Jahr 1791 wurde sie ununterbrochen gespielt, mindestens einmal pro Jahr an einem inspirierenden Ort auf der Welt. Das sind 235 Jahre Erfolgsgeschichte, wenn im Jubiläumsjahr die Zauberflöte als „eine Hommage an unseren geliebten Wolfgang Amadé“ in Szene gesetzt wird, kündigt der Intendant der Mozartwoche und bester Freund Mozarts, Rolando Villazón an. „Voller Magie und gleichzeitig historisch informiert“, weiß Ulrich Leisinger, der wissenschaftliche Leiter der Stiftung Mozarteum. Dazu wird es vielseitige Sonderausstellungen im Geburtshaus und Wohnhaus Mozarts geben, die Linus Klumpner, Leiter der Mozart-Museen, vorbereitet.

Uns wird nach dem Kennenlernen des Geburtstagskindes und seiner Geschichte bewusst, welche Kraft und Magie von ihm ausgeht. Dabei steht eines fest: Wer sie noch nie erlebt hat, ist spätestens im Januar 2026 aufgerufen, sich dem Zauber hinzugeben. Klassik hin, Klassik her – von Zeit zu Zeit ist ein Entfliehen und Eintauchen doch jedermanns Wunsch.

Bis dahin kehren wir zu den Mozart-Museen zurück. Besser gesagt in das Geburtshaus Mozarts und besichtigen mit Linus Klumpner die 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche in Österreichs meistbesuchten Häusern. 1438 wurde es erstmals urkundlich erwähnt und ist bis heute weitestgehend im Original erhalten. Inzwischen gehört es der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, die es fürsorglich „bewohnt“. Ihre Bestrebungen fallen deutlich ins Gewicht, denn das Flair, in das man immer wieder eintaucht, ist ein einziges, nämlich immer wieder Mozarts Welt. Dank der Schenkung durch die Witwe Mozarts, Constanze, und ihren Söhnen lässt sich heute ein beispielloses Zusammenspiel aus originalen Schätzen der Familie besichtigen. Es sind persönliche Besitztümer der Familie, ein beachtlicher Bestand an Autographen – Handschriften der Familie und beinahe einzigartig in der Geschichte – sowie die originalen Instrumente von Wolfgang Amadé Mozart. Darunter seine erste Geige, die er bespielte und die auch heute noch bespielt wird. Derweil hängt sie in seinem Geburtszimmer. Hängen deshalb, damit sie sich bewegen kann. „Damit sie ihre Seele behält“, schwärmt Linus Klumpner.

Das Genie Mozart, das sich niemals unterwarf, der „freelancing artist“, wie ihn Linus Klumpner bezeichnet: Wohl gefördert durch den Vater, wohl unterstützt durch seine Frau, konnte es sich bis in seiner Gänze entfalten. Was würde denn Linus Klumpner das Ausnahmetalent fragen, wenn er es heute treffen würde?

Im Rausch der Sinne und Säle

Mit dieser Begeisterung begeben wir uns weiter hinein in den Rausch der Sinne und Säle. Allen voran zu den Festspielhäusern am Fuße des Mönchsberg. Im Großen Festspielhaus, im Haus für Mozart und in der Felsenreitschule erklingen die Salzburger Festspiele ebenso, wie zahlreiche weitere kulturelle Höhepunkt des Salzburger Kulturkalenders. Darunter unser Glück, „L’Orfeo“ von Monteverdi hautnah zu erleben. Es ist außergewöhnliche Kunst, die uns dabei begegnet und die uns schlichtweg mitreißt. Überhaupt stellen wir fest, dass man am besten in der Alpenmetropole wohnt, um ein umfassendes Bild von diesem Rausch der Sinne malen zu können. Andernfalls kehrt man so häufig wie möglich zurück zu Konzert und Bühne in der Stadt an der Salzach.

Im schönsten Konzertsaal geht der Reigen weiter. Es erwartet uns zum Geburtstag des Wunderkindes ein Ständchen, das als Orgelmusik deklariert ist und als überwältigend in unser Gedächtnis einzieht. Die Propter Homines Orgel zeigt unter dem beeindruckenden Spiel von David Soar ihr ganzes Können. Währenddessen bewundern wir ununterbrochen die Symbiose von Eleganz, barocker Tradition, Jugendstil und heimatlicher Baukunst. Zum Abschied fliegt ein freudiges „Zum Geburtstag viel Glück“ über die Tasten.

Derartiger Enthusiasmus treibt uns zurück über die Salzach und zum DomQuartier, das historische Zentrum politischer und kirchlicher Macht. Erleben werden wir es durch einen Blick in die Prunkräume der ehemaligen Residenz der Fürsterzbischöfe. Markante Merkmale sind die exquisiten Böden aus Holz, große Öfen, sowie die beiden regionstypischen Marmore, Adneter in Rot und Untersberger in Weiß. Wir folgen dem Thronzimmer, dem Gesellschaftszimmer, dem Weißen Saal, bis hin zum Carabinierisaal, in dem vor 400 Jahren zum ersten Mal die Oper „L’Orfeo“ inszeniert wurde. Es schließt sich ein weiterer Kreis unserer Erkundung der Alpenmetropole. Zum Ende kommen wir auf der Domterrasse, die Residenz und den Dom miteinander verbindet. Der Blick schweift über den Residenzplatz im Norden. Im Süden bewundern wir den Domplatz. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, führt seine Besichtigung des DomQuartiers über das Nordoratorium, das Dommuseum, die Kunst- und Wunderkammer, die Lange Galerie, das Museum St. Peter und die Residenzgalerie fort und schließt seinen eigenen Kreis.

Kulturelle Köstlichkeiten

Wie die Berge zum Alpenraum, gehört der Kaffee zu Österreich. Er ist eine Lebensart und zählt seit 2011 als „Wiener Kaffeehauskultur“ zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Da lassen wir es uns doch nicht nehmen, einige der schicken Häuser zu besichtigen, dort Geschichte zu erfahren und uns gleichzeitig erlesenen Kaffee kredenzen zu lassen. Im Café Habakuk wird dazu der beste Strudel der Stadt serviert. Die Wurzeln des Kaffeehauses reichen bis ins Jahr 1892 zurück ist.

Das Café Bazar ist bei den Salzburgern selbst der Lieblingsplatz. Professoren, Familien und Stadtbesucher fügen sich der Kunst des Kaffeezubereitens. Dazu genießt man frisch vollendete Konditorschmankerl oder einen ausgiebigen Sonntagsbrunch. Die Nachrichten des Tages hängen standesgemäß am Zeitungsstock.

Wer sich im ältesten Kaffeehaus der Alpenmetropole niederlassen, dem geschäftigen Treiben der Kellner und den fröhlichen Gemütern der Gäste widmen möchte, für denjenigen ist das Café Tomaselli die beste Wahl sein. Neben köstlichem Kaffee gibt es auch hier erlesene Patisserie, seit 150 Jahren und aus der Hand der Familie Tomaselli.

Ein Netz aus Romantik

Wohl genährt nehmen wir uns sämtliche Gassen Salzburgs vor und verlieben uns dabei ein weiteres Mal in die Metropole, während wir durch dieses Netz aus Romantik schlendern. Die Linzergasse samt „Platzl“ ist rechts der Salzach gelegen und für einen ausgiebigen Schaufensterbummel, samt historischen Gebäuden und vorzüglichen Restaurants als Hauptschlagader bekannt. Davon abzweigend nimmt die Dreifaltigkeitsgasse ihren Lauf, die wiederum in die Lederergasse führt, die wir noch näher kennenlernen werden.

In der linken Salzburger Altstadt schlägt hingegen das Herz – die Getreidegasse. Wunderschön lotst sie vom Fuß des Mönchsberg in Richtung Alter Markt. Hier kann man sich verirren, verirren vor Glück. Denn wenn wir die Augen nach oben richten, begeistern uns unzählige Zunftschilder, die an den Fassaden der historischen Gebäude prangen. Eines bestechender als das andere. Doch wir müssen unseren Blick auch wieder senken, um die vielen Durchhäuser nicht zu verpassen, die im rechten Winkel von der Getreidegasse ausgehen. Jedes einzelne Durchhaus, ein gewölbter Durchgang zu anderen Gassen und Plätzen, birgt seine Faszination. Spannend ist dieses eine Durchhaus, das parallel zur Getreidegasse verläuft und das wir unbedingt finden wollen. Außerdem möchten wir die älteste Bosna-Braterei entdecken, alteingesessene Manufakturen besuchen, im angesagtesten Restaurant vorbeischauen und so viele kulinarische Souvenirs wie möglich kosten. Wer Salzburg spüren und verstehen will, der schlendert unumstritten durch seine berühmteste Gasse.

Anschließend an dieses Intermezzo für die Sinne haben wir die Wahl: Einen Abstecher zum Universitätsplatz, der belebten Piazza, die für den Wochenmarkt und dessen Gaumenfreuden bekannt ist. Dabei versinkt man in der beeindruckenden Größe, als auch in der Bescheidenheit hinsichtlich Interieur der Kollegienkirche. Staunen – schlicht und ergreifend. In ihrem Hintergrund prangt der Mönchsberg, der bequem über einen Aufzug zu erreichen ist. Wir weiten dazu unseren Spaziergang aus, sozusagen nach oben. Aus dem Gestein Nagelfluh ist er seit Jahrhunderten aller nächstes Erholungsgebiet für Einheimische und Besucher. Wiesen, Wäldchen und Aussichtspunkte laden zur Rast ein, bieten einen Blick über die Stadt, sowie das Panorama der Ferne. Es kommt uns wohl gelegen, dass ein weg direkt zum Wahrzeichen der Stadt führt, zur Festung Hohensalzburg. Bedeutungsvoll und imposant thront sie auf dem Plateauberg. Wo sie einst zum Schutz der Erzbischöfe stand, ist sie heute Magnet für alle Besucher der Mozartstadt. Ihre Museen und der 360-Grad-Rundumblick können einen kompletten Urlaubstag beschäftigen. Wir müssen der Vielzahl der weiteren Erlebnisse leider passen und steigen ins ruhigere Kaiviertel ab, um auch diese Seite der Alpenmetropole kennenzulernen. Einen letzten Tipp, den wir von unserer kundigen und leidenschaftlichen Stadtführerin Astrid Zehentmayer bekommen, nehmen wir noch mit: Der Kunstspaziergang „Walk of Modern Art“ sollte durchaus ins Repertoire der Salzburg-Erlebnisse finden.

Die Liebe zum Handwerk

Wir setzen unsere Reise fort und eröffnen dabei ein weiteres Kapitel. Wir wollen sehen und erfahren, wie die Liebe zum Handwerk seit jeher ein bedeutender Teil von Salzburg ist. Enttäuscht werden wir in keinem Fall, denn wir treffen auf so manche fortführende Generation und Tradition.

Mit seinen 80 Jahren ist das Salzburger Heimatwerk ein Traditionsunternehmen. Als eingetragene Genossenschaft präsentiert sie wertige Produkte aus der Region. Dazu passt selbstverständlich die Tracht. Festtags- und Alltagstrachten, werden nach Wunsch gefertigt. Doch auch modische Dirndl und Westen, sowie alpine Mode stehen zur Auswahl. All das ist im Haus der Neuen Residenz unter einer Philosophie zusammengefasst. Blaudruck, 100 Prozent Seide, hochwertige Baumwollstoffe, filigran bemalte Spanholzschachteln, mit Stoffresten bezogene Schatullen: Eine Anerkennung und Wertschätzung des Alten, in Verbindung mit dem Geist der heutigen Zeit.

„Der Schirmmacher“ wird er hingebungsvoll genannt. Die Hingabe rührt daher, weil ein Besitz aus seiner Manufaktur ein Versprechen dafür ist, sich möglichst lange um ihn zu kümmern – um den Schirm, den man sich nach eigenem Ermessen zusammenstellt und fertigen lässt. Nahezu einzigartig ist die Arbeit, die im Atelier im ehemaligen Stadtturm, rund um Familie Kirchtag verrichtet wird. Andreas Kirchtag zeigt uns dazu den 144. Schirm, Griff Haselnuss, der nach etwa 30 Jahren in der Werkstatt ist, um einen neuen Bezug zu bekommen. Alle anderen Teile halten wie am ersten Tag. Wie zum Beispiel die im selben Hause von einem Mitarbeiter erfundene Schirmfeder aus Klaviersaitendraht. „Ja, es ist ein Schirm. Aber ein bisschen ist es auch ein Accessoire. Es ist einfach anders, wenn man mit so einem Schirm geht“, erklärt der Inhaber die Gunst, die ihm und seiner Familie seit vielen Generationen zu Teil wird.

Eine weitere Institution in Salzburg betreten wir, als wir Moritz Schliesselberger treffen. Er ist Geschäftsführer des ältesten Ledergeschäftes in Österreich – in der Lederergasse. Dazu ist er die sechste Generation der Familie, die den Handwerksbetrieb seit 1820 führt. Mit Leder gearbeitet wird in diesem geschichtsträchtigen Haus seit über 600 Jahren. Im ältesten Raum erzählt uns „der Chef“, dass es keinen Tag gibt, an dem nicht jemand nach einem Stück Leder verlangt. Sei es als kleiner Rest oder als große Lederhaut. Wir schlendern zur großen, alten Waage für Bodenleder und bewundern die Zunfttruhe der Lederer, auf die Moritz Schliesselberger besonders gut Acht gibt. „Sie ist aus dem Jahr 1668 und gefüllt mit Wappen, Siegel und der Zunftordnung. Da samma scho stolz.“ Koffer, Geldtasche, Reparaturen aller Art – da geht der Salzburger „zum Schliesselberger“.

Während unseres Streifzuges durch die Manufakturen der Stadt begegnen wir immer noch mehr Leidenschaft. Es ist deutlich zu spüren, dass das Handwerk in Salzburg einer langen Tradition folgt, die nicht verloren werden möchte, an welcher man dringend festhalten möchte, um auch eine gewisse Identität zu bewahren. Daran angeknüpft werden moderne Sichtweisen und innovative Ideen. Wie auch bei der Handweberei Weiss, die Teppichmanufaktur in Salzburg, die im „Niederleghof“ auf alten Holzwebstühlen Unikate nach Kundenwunsch fertigt – von Generation zu Generation, nun in junger Hand.

Und noch ein Familienunternehmen, das uns begeistert. Ihre Passion führt zu „Meisterwerken der Natur“. Julia Schliefsteiner und Markus Niederfriniger sind die Gründer von „Looops Duft + Manufaktur“ und erschaffen seit über zehn Jahren Duftkompositionen und -Kerzen aus rein natürlichen Zutaten, mit ihrer eigenen Wachsmischung und ihrer eigenen Komposition an Düften. In jedem Schritt, in jedem Wort, in jeder Erklärung, bei der wir Julia begleiten, schwingt die Leidenschaft für ihr Tun. Etwa wie damals, als die beiden in ihrer Küche damit begannen, den Duft des Waldes in Form von Kerzen in ihr Zuhause holen zu wollen. Inzwischen ist das Produkt erwachsen geworden und konnte mit einem Rebranding im Jahr 2023 noch einmal mehr an Identität gewinnen. Und dann, wenn alle Komponenten stimmig sind, „von der Duftmischung über das Design, bis zu Verpackung – unserer Vision und unseren Ansprüchen entspricht, bekommt es das Looops Meisterzeichen“. Es sind die drei Schleifen, die den respektvollen Umgang mit der Natur symbolisieren und das Handeln von Julia und Markus leiten. Die stimmigste Kerze oder den geeigneten Duft wählt man dabei am besten anhand der fünf Wirkungskategorien: Entspannung, Balance, Energie, Frohsinn und Erdung.

Kulinarisch betrachtet

Viel Handwerk macht hungrig. Uns ist nach Stärkung und wenn wir dies den Salzburger nachempfinden, dann beginnen wir am Balkan-Grill, dem ersten Salzburger Bosnastand, der sich seit 1950 im Durchhaus zwischen Getreidegasse und Universitätsplatz verbirgt. Standesgemäß schlemmen wir hier, denn die Würstl-Kultur ist seit 2024 nun auch immaterielles UNESCO-Erbe. Anschließend widmen wir uns dem original Orangenpunsch der Sporer Likör- und Punschmanufaktur und gönnen uns dort ein Gläschen des Signature-Drinks seit 1927.

Bis wir uns endlich mit der kleinen Wissenschaft und Errungenschaft der Konditoren der Stadt befassen: Der Mozartkugel. Edle Schokolade trifft auf feines Nougat, zartes Marzipan und erlesene Pistazien. Die „Original Salzburger Mozartkugel“ erfand Paul Fürst im Jahre 1890 – die Eine und Einzige – zum 100-jährigen Gedenken an Mozarts Ableben. Die „Echte Salzburger Mozartkugel“ offeriert Josef Holzermayr, der kaiserliche und königliche Hoflieferant, der am Alten Markt seine Kunst bis heute vertreiben lässt. Weitere Konditoreien zieren ihre Schaufenster ebenso mit den handgefertigten, silber-blauen Kugeln, wie etwa die Schatz Konditorei im Durchhaus Schatz – jenes, das parallel zur Getreidegasse verläuft. Da haben wir es gefunden!

Ein weiteres Highlight erwartet uns abends, als wir zum ältesten Restaurants Europas aufbrechen. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 803 zurück. Im Stiftskulinarium St. Peter, unmittelbar neben der Stiftskirche St. Peter und dem Petersbrunnen bewirtet man Feinschmecker mit Klassikern wie Tafelspitz. Aber auch überraschend moderne Interpretationen beglücken den Gaumen. In den Sälen im Obergeschoss genießt man während des ganzen Jahres kulinarische Engagements, zum Beispiel das Mozart Dinner Concert.

Mittags geht es hingegen in die Sternlounge im Restaurant Sternbräu. „Österreichische Tappas“ werden bestellt, sodass sich jeder durch die Spezialitäten des Landes und der Stadt kosten kann. In kleinen Portionen werden Kaspressknödel auf Kraut, Schlutzkrapfen, gebackene Blutwurst und Salzburger Nockerl serviert. Dazu ein köstliches und erfrischendes, hauseigenes Sternbier.

Sind wir nun ausreichend gestärkt? Ja, wir sind es. Doch besonders sind wir bestärkt darin, dass wir Salzburg als unsere Alpenmetropole auserwählt haben. Zu jeder Jahreszeit präsentiert sie sich charmant, weltoffen und eifrig. Sie begeistert und sie umschmeichelt alle Sinne. Von Architektur, über Musik bis hin zur Kulinarik muss kein Erlebnis ausbleiben. Jedes mit seinem individuellen Klang. Bis am Ende eine Million davon zu einer unvergesslichen Komposition werden.

Hoteltipps

Um traditionell und doch zeitgemäß zu übernachten, empfiehlt sich ein Aufenthalt im Boutiquehotel Auersperg. Das familiengeführte Haus inklusive Villa ist das „Home for the Soul“, wenige Gehminuten von der Linzer Gasse entfernt und ein Hideaway in der Stadt. Garten, Spa, Bio, regional, Piano, Yoga und Massagen – alles beschreibt die Einzigartigkeit des Auersperg, das Bettina Wiesinger gemeinsam mit ihrem Mann Mark führt.

In eine andere Welt eintauchen, das passiert, wenn man sich in das Gentle Hide Hotel mitten in der Altstadt einbucht. Unweit der Salzach entfernt und gegenüber des Café Bazar ist das Designhotel eine Oase der Ruhe, während vor den Türen Salzburg pulsiert. Das Stadthaus verfügt über einen geheimen Garten und verbreitet eine unaufdringlich und gleichzeitig luxuriöse Atmosphäre. Ein kostbares Refugium während des Sightseeings.

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