Damals & Heute: Das Kleinwalsertal

Kleinwalsertal / Keine einhundert Quadratkilometer misst das Kleinwalsertal. Und dennoch ist es weithin bekannt. Die österreichische Exklave wurde zum touristischen Alleskönner: Skifahren, Freeriden und Winterwandern. Biken, Klettern und Bergsteigen. Das ganze Jahr über bietet das Kleinwalsertal eine bunte Vielfalt interessanter Aktivitäten. Aber auch historisch, und somit kulturell, kulinarisch und architektonisch, weiß das Tal einiges zu erzählen. Denn bis das Kleinwalsertal vom unbewohnten Bergtal zu einem pulsierenden Hotspot mit mordernster Infrastruktur wurde, verging mehr als ein Vierteljahrtausend.

Autor: Benni Häfner

Skitourengehen war damals kein Massenphänomen. Damals wie heute findet man aber auf den Gipfeln des Kleinwalsertals noch echte Freiheit.

Eine Geschichte mit voller Tradition

Damit das Kleinwalsertal so bunt und vielfältig werden konnte, war eine beeindruckende Entwicklung nötig. Höhen und Tiefen prägten das Tal. Über Jahrhunderte hinweg bestimmten Abgeschiedenheit, harte Lebensbedingungen und der enge Bezug zur Almwirtschaft den Alltag der Menschen. Erst mit dem aufkommenden Tourismus wandelte sich die Region nachhaltig und öffnete sich der Welt. Tradition und Moderne fanden dabei Schritt für Schritt zu einem neuen Gleichgewicht. Jemand der über diese Entwicklung so viel wie kaum ein anderer weiß, ist Stefan Heim. In der Gemeinde Mitteleberg ist er als Archivar angestellt.

Heims Arbeit umfasst alles, was im Kleinwalsertal passierte, aber auch alles, was im Kleinwalsertal geschieht. Jeden Moment wird Gegenwart zur Geschichte, weswegen auch aktuelle Geschehnisse in Heims Fokus stehen. Eine weitere spannende Perspektive auf das Kleinwalsertal ist jene von Bettina und Mathias Kessler. Ihr Großvater Karl Max Kessler hielt über sechs Jahrzehnte die Entwicklung seiner Heimat mit der Kamera fest. Ein Teil der beeindruckenden Sammlung ging 1989 in den Flammen eines Brandes verloren. Zehntausende Glasnegative aber konnten gerettet werden. Sie zeigen eine sehr persönliche und romantische, manchmal aber auch fast schon erschreckend sachliche Auseinandersetzung Kesslers mit seiner Heimat.

Zwei Blickwinkel. Ein Tal.

Besiedelt wurde das Tal vergleichsweise spät: Erst im 13. Jahrhundert ließen sich hier aus dem Wallis stammende Siedler nieder, angelockt von Weideflächen – gezwungen aber auch von der Tradition der Walser Höfe nur ungeteilt an einen Geschwister zu übergeben. In den ersten rund 300 Jahren war das Kleinwalsertal vor allem von Almwirtschaft, Viehzucht und einem engen Gemeinschaftsleben geprägt, während Handel und Austausch fast ausschließlich über die nördlichen Nachbarn liefen. Die Natur gab den Rhythmus vor, Fortschritt vollzog sich langsam – doch genau in dieser Zeit entstanden Strukturen und Traditionen, die das Tal bis heute prägen.

Heim, der einmal wöchentlich Einheimischen und Touristen im Rahmen einer kleinen Wanderung die Heimatgeschichte näherbringt, kennt die Jahreszahlen genau: „Ein wichtiger Moment für die Identitätsbildung war zweifelsfrei 1391, als die Pfarrei Mittelberg gegründet wurde.“ Zuvor gehörte das Kleinwalsertal nämlich pfarrlich zu Fischen, weiß Heim, der in uralten Urkunden, Steuerbüchern und Abrechnungen nach gerade solche Informationen sucht. Der Aufstieg zur eigenständigen Pfarrei vollzog sich etwa einhundert Jahre nachdem die ersten Walser das Tal besiedelten.

Auch den Erhalt eines eigenen Gerichts sieht Heim als historisch prägenden Moment für das Kleinwalsertal an. „Zwar bildete man schon mit Warth, Lech und Schröcken eine Gerichtsgemeinde, als aber die Bevölkerungszahlen im Tal stiegen, wurde man auch in diesem Punkt selbstständig.“ So wurde politische und rechtliche Struktur geschaffen – ein bedeutender Schritt in Richtung Selbstverwaltung und Gemeindebildung. 1563 war das.

Nicht zuletzt durch Karl Max Kessler erlebte der Skisport im Kleinwalsertal einen frühen Aufschwung.

Ein einfaches Leben mit harter Arbeit. Geografisch und politisch war das Kleinwalsertal lange abgeschottet.

„Erst wurde eine eigene Pfarrei gegründet, dann bekam das Tal ein eigenes Gericht. Erst mehr als 300 Jahre später wurde das Fundament für den Tourismus gelegt.“

„Karl Max Kesslers Bilder erzählen vom Wandel des Kleinwalsertals: von einer bäuerlich geprägten Gemeinschaft hin zu einer beliebten Ski- und Tourismusregion.“

Hürden und Chancen

In den folgenden Jahrhunderten blieb das Tal stark von Landwirtschaft, Viehzucht und dem engen Austausch mit dem Allgäu geprägt, während äußere Einflüsse nur langsam Einzug hielten. Politische Umbrüche, wie beispielsweise im Zuge der Napoleonischen Kriege und neue Zollgrenzen stellten die Bevölkerung immer wieder vor Herausforderungen, ohne jedoch die gewachsenen Strukturen grundlegend zu zerstören. Schritt für Schritt verbesserten sich Wege und Verbindungen, und damit auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten. So entwickelte sich das Kleinwalsertal behutsam weiter – widerstandsfähig, eigenständig und fest verwurzelt in seiner alpinen Lebensweise.

Die wohl einflussreichste Veränderung, die das Tal durchlebte, war der Zollanschluss im Jahr 1891. Produzenten aus dem Kleinwalsertal konnten nun viel einfacher ihre Produkte verkaufen – denn aufgrund der geografischen Lage, konnte und kann das vorarlbergerische Kleinwalsertal nur über bayerischen Boden erreicht werden.

Mit der Erschließung der Breitachklamm als erste touristische Attraktion begann 1904 erstmals ein gezielter Zugang für Ausflügler. Der Grundstein für den Tourismus im Kleinwalsertal. Wenig später öffnete sich das Tal weiter: 1913 wurde die Hochgebirgsklinik in Schwende in Betrieb genommen. Gäste kamen, auf der Suche nach Ruhe, frischer Bergluft und Heilung. Hierfür waren weitere Unterkünfte nötig und der Tourismus kam ins Rollen.

1933 aber führte die Deutsche Reichsregierung die „Tausendmarksperre“ ein, merkt Heim an. Jeder deutsche Staatsbürger, der nach Österreich einreisen wollte, musste 1.000 Reichsmark entrichten, um die Grenze passieren zu dürfen. Aufgrund des Zollanschlusses blieb das Kleinwalsertal allerdings von dieser Maßnahme nahezu unberührt. Sogar positive Auswirkungen konnte man verspüren: Wer im Urlaub gerne österreichische Bergluft schnuppern wollte, sparte sich vermehrt die 1.000 Mark und nahm dafür sogar die längere Anfahrt ins Kleinwalsertal auf sich. Eines von vielen politischen Kuriosa, die aus dem Kleinwalsertal machten was es heute ist.

Kunst & Dokumentation – Fotografie im Kleinwalsertal

1940 wurde der erste Skilift im Kleinwalsertal gebaut. Der Fremdenverkehr gewann nach dem zweiten Weltkrieg rasch an Bedeutung und dank der Aufhebung vieler Beschränkungen wurden Grenzüberschritte vereinfacht. Die D-Mark-Ära sorgte dafür, dass sich besonders deutsche Gäste für Urlaub im Tal entschieden, und ab Weihnachten 1948 kam es zu einer touristischen Blüte.

Karl Max Kessler wurde 1880 im Kleinwalsertal geboren, widmete sich schon früh dem Handwerk und erlernte den Beruf des Tischlers. Hinter dem Widderstein aber, am Arlberg, da gab es zu dieser Zeit einen neuartigen Trend: das Skifahren. Kessler nutzte die erlernten Fähigkeiten und baute bereits 1896 die ersten Hickory „Schgi“ nach. Als einer der ersten, fuhr Kessler in den Alpen damit Ski.

Der Sportsmann verstand den Wintersport als Pionier und Visionär gleichermaßen. Ehrenamtlich setzte er sich dafür ein, organisierte überregionale Skirennen und wurde 1906 Gründungsmitglied des Skiclub Riezlern. Er selbst war es auch gleich, der das erste Skirennen im Tal für sich entscheiden konnte: Knapp anderthalb Minuten benötigte er vom Gehrenhang bis hinunter zur Straße. Neben der Jagd, Musik und dem Sport, faszinierte sich Kessler aber auch für die aufkommende Fotografie. 1907 eröffnet er im eigenen Wohnhaus in Riezlern ein Fotostudio und -labor. Auf dem Schild vor der Tür war „Schi-Foto Kessler“ zu lesen.

Heute arbeiten die Enkel von Karl Max Kessler, Bettina und Mathias Kessler, das Archiv auf. 2021 haben sie hierfür einen Verein gegründet. Ohne Spenden, Fördermittel und Sponsoring, würde es nicht gehen, berichtet Bettina Kessler. Mathias, der selbst als Künstler, Kurator und Kulturbotschafter tätig ist, beschreibt das Archiv wie folgt: „Die Bilder erzählen vom Wandel des Kleinwalsertals: von einer bäuerlich geprägten Gemeinschaft hin zu einer beliebten Ski- und Tourismusregion. Sie zeigen Alltag, Arbeit, Feste, Traditionen – aber auch, wie Landschaft zur wirtschaftlichen Ressource wurde.“

„1940 wurde der erste Skilift im Kleinwalsertal in Betrieb genommen. Zuvor war Skifahren ausschließlich jenen vorbehalten, die aus eigener Kraft auf die Berge stiegen.“

„Die Identitätsbildung des Kleinwalsertals begann mit der Besiedlung der Region und dauert bis heute an.“

Die Pfarrkirche in Mittelberg mit den dahinterliegenden Schafalpenköpfen. Fotografiert von Karl Max Kessler.

Heimatfotografie damals & heute

„Heute geht es im Karl Max Kessler Archiv nicht nur darum, die Fotografien zu erhalten, sondern sie gemeinsam mit der Bevölkerung neu zu lesen, einzuordnen und weiterzuerzählen. So bleiben Erinnerungen lebendig und werden Teil des kulturellen Gedächtnisses des Tals“, ergänzt Bettina Kessler. Der Verein reinigt, restauriert, beschlagwortet und veröffentlich die Glasnegative nicht nur online. Auch Ausstellungen, Vorträge und Präsentationen werden organisiert. Sogar wissenschaftliche Arbeiten gab es bereits rund um das Archiv. So hat die Kunsthistorikerin Chiara Juratti das Archiv begleitet und Kesslers Arbeiten besonders unter dem einstigen Begriff der Heimatfotografie beleuchtet. In ihrer Arbeit beschreibt sie, wie Kessler sich von der damals üblichen Dokumentationsfotografie abwandte – wieder einmal als Pionier – um über größeren künstlerischen Spielraum zu verfügen. Zur Förderung des Tourismus jener Zeit wurden gezielt Bilder geschaffen, die das Kleinwalsertal als eindrucksvolle Alpenlandschaft inszenierten. Besonders auf Postkarten gingen so Kesslers Fotos schon bald um die ganze Welt.

Auch Juratti sieht in den Werken Kesslers eine besondere künstlerische Fähigkeit des Fotografen. Früh setzte er sich mit Perspektiven, Bildaufbau und Kompositionen auseinander. Der Perfektionist kreierte sogar mühevoll Fotomontagen. Dank ihnen konnte Kessler neue Stimmungen schaffen und die Berge als allgegenwertige Naturschönheit im Kleinwalsertal präsentieren.

„Karl Max Kesslers fotografisches Schaffen lässt sich am treffendsten als „Alpiner Realismus“ beschreiben – ein Genre, das er durch die exklusive Verwendung von 10×15 cm Glasnegativen zu handwerklicher Perfektion führte. Diese Technik erforderte eine radikale Entschleunigung und machte jedes Bild zu einer bewussten Inszenierung: Da das schwere Equipment und die begrenzte Anzahl an Platten keinen Raum für Zufälle ließen, wurde die präzise Wahl des Standorts, des Wetters und des einfallenden Lichts zum alles entscheidenden künstlerischen Akt.“ Mathias Kessler erzählt weiter: „Der rote Faden in seinem Werk ist diese unermüdliche Suche nach dem „idealen Moment“, in dem die Monumentalität der Berge durch plastische Lichtführung und geometrische Klarheit fast greifbar wird. Obwohl die fehlende schriftliche Dokumentation der bisher rund 3.300 gescannten Aufnahmen eine gesicherte Chronologie aktuell noch erschwert, offenbart der visuelle Befund ein bestechend konsistentes Lebenswerk. Kessler schuf visuelle Ikonen, die in ihren zahllosen Postkartenreproduktionen nicht nur die Landschaft abbildeten, sondern das Image einer ganzen Region ästhetisch erfanden und bis heute die Sehnsucht nach der Erhabenheit der Alpen definieren.“

Sein ganzes Leben fotografierte Kessler die Heimat mit seiner Holzplattenkamera. Dem romantischen Bild der Berge als neu gefundener Lebens- und Erholungsraum stehen seine dokumentarischen Arbeiten in krassem Kontrast gegenüber: „Es gibt Bilder auf denen die aufgereihten Opfer eines Lawinenunglücks in Ahorn zu sehen sind. Hier zeigt sich Kessler als unbestechlicher Chronist der existenziellen Härte des Berglebens. Die nüchternen, fast klinisch präzisen Aufnahmen von Lawinenopfern, verursacht durch die exzessive Rodung der verwundeten Landschaft zeugen von einer tiefen Auseinandersetzung mit der Realität der Walser Kultur. Hier weicht die cinematografische Ästhetik einer radikalen Sachlichkeit, die das Foto zum historischen Beweismittel macht. In diesen Bildern wird das Glasnegativ zum bleibenden Zeugnis eines gefährdeten Lebensraums und dokumentiert das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch, Wald und Naturgewalt.

Im Hier und Jetzt

Heute präsentiert sich das Kleinwalsertal als lebendiger, moderner Alpenraum, der seine Wurzeln spürt, ohne sich von der Gegenwart abzukoppeln. Das Tal hat sich aus der Abgeschiedenheit vergangener Jahrhunderte zu einem Ort entwickelt, der Besucher aus aller Welt anzieht, ohne seinen eigenständigen Charakter zu verlieren.

Skipionier Kessler hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Tal heute zum grenzüberschreitenden Skigebiet Oberstdorf–Kleinwalsertal gehört. Über 130 Kilometer präparierte Abfahrten, mehr als 70 Pisten und 48 Lifte bieten für alle Könnensstufen etwas – vom sanften Familienhang bis zur anspruchsvollen Abfahrt. Neben klassischem Wintersport locken etwa 50 Kilometer Langlaufloipen und über 50 Kilometer Winterwanderwege, ergänzt durch Schneeschuh‑ und Ski‑Touren, Rodelbahnen, Eislaufen, Telemark‑Events und geführte Naturerlebnisse.

Erst ab 1971/1972 war die Ifenhütte per Schlepplift erreichbar. Heute befindet sich hier auch die Mittelstation der modernen Ifenbahn.

„Der rote Faden in Karl Max Kesslers Lebenswerk ist diese unermüdliche Suche nach dem „idealen Moment“, in dem die Monumentalität der Berge durch plastische Lichtführung und geometrische Klarheit fast greifbar wird.“

Die Ifenbahn erschließt das hochalpine Karstplateau am Fuß des markanten Hohen Ifen. Die erste Bahn wurde 1972 eröffnet; 2017 ersetzte eine moderne 10er-Gondelbahn die alte Anlage und markierte einen technischen wie touristischen Neustart am Hoher Ifen.

Doch das Kleinwalsertal ist nicht nur Wintersportparadies: Sommer wie Winter prägen Walser Tradition, regionale Kulinarik und Veranstaltungen den Tourismus. Ob Almhütten, regionale Spezialitäten oder kulturelle Highlights, Events und Feste – das Tal verbindet Natur, Bewegung und Lebensfreude. Mittelberg im Kleinwalsertal ist außerdem Start und Zielort des unter anderem von Stefan initiierten Walserweges. Eine Verbindung der vielen Walserstätten, bis hin zu den Ursprüngen bei Zermatt.

Stefan Heim beschreibt die Entwicklung seines Heimattales als zweischneidiges Schwert. Einerseits sei der Schritt weg von der Landwirtschaft und hin zum Tourismus ein unumkehrbarer, der eine gewisse Abhängigkeit schaffe. Andererseits konnte sich nur so die moderne Infrastruktur und der hohe Lebensstandard entwickeln. Die Kunst sei es nun einmal mehr, ein Gleichgewicht zu finden. Wertschätzung, Naturnähe und Achtsamkeit, statt Overtourism und Blechlawinen. Die Walser bestimmen aktiv ihren eigenen Weiterweg.
Derweil bleibt das Tal untrennbar verbunden mit klingenden Namen wie Heinrich Harrer (Sieben Jahre in Tibet) und Anderl Heckmair (gemeinsame Erstbegehung der Eiger Nordwand). Letzterem ist sogar eine Kletterroute am Widderstein und ein Wanderweg am Söllereck gewidmet. Der im Kleinwalsertal geborene Bergführer, Hüttenwirt und Höhenbergsteiger Dominik Müller beispielsweise prägt die Region bis heute. Gastfreundlich. Weltoffen. Und abenteuerlustig. So wie die Walser eben sind.

Tradition und Moderne schließen sich nicht aus: Im Kleinwalsertal ist man stolz auf die Wurzeln und hält die Kultur behutsam lebendig.

Großevents wie das Wanderfestival „Hike the valley“ locken heute Bergfreunde von weither ins Tal.

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