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Der kalte Kick im Zeller See
Nebel wabert über den Zeller See, fünf Menschen stehen in Badekleidung am verschneiten Ufer. Manche wippen nervös, andere atmen konzentriert in die kalte Luft. Vor ihnen: der dunkle See. Dann gehen sie gemeinsam ins Wasser. Daniela Bily steht mittendrin, ruhig, konzentriert. Die 35-jährige Yogalehrerin leitet Eisbade-Sessions in ihrer Heimat Zell am See und in Wien, wo sie heute wohnt. Begonnen hat alles nach einem Surf-Trip: „Wir sind einfach zur Alten Donau gegangen und reingesprungen“, sagt sie. Aus dem Experiment wurde eine Berufung: Menschen dabei zu begleiten, ihre Komfortzone zu verlassen.
Gemeinsam durch die Kälte
In Zell am See-Kaprun findet Eisbaden in einem besonderen Rahmen statt. „Ich glaub schon, dass eine so majestätische Umgebung wie am Zeller See, eine positive Wirkung auf den Geist hat“, sagt die Expertin. Die Gruppe trifft sich im See Camp in Thumersbach, in einem Raum mit verglasten Wänden und Blick aufs Kitzsteinhorn. Erst 60 Minuten Yoga, Atemübungen, Vorbereitung. Dann direkt hinunter ans Wasser.
Allein würden viele nicht ins Wasser gehen. „Gemeinsam ist es leichter“, sagt Daniela. In vier Jahren hat nur eine Person abgebrochen. Alle anderen haben es gewagt, weil die anderen es auch tun, weil man sich gegenseitig Mut macht. Doch es geht um mehr als Gruppendynamik.
„Wer ins eiskalte Wasser steigt, lernt etwas über die eigene Grenze und dass sie verschoben werden kann. Oft nehmen die Teilnehmer diese Erfahrung mit in den Alltag. Was hier im Urlaub beginnt, wirkt noch lange nach. Im Denken, im Fühlen, im Umgang mit sich selbst.“ Das Schöne an Zell am See-Kaprun: Dieses Gefühl lässt sich hier das ganze Jahr über erleben.
Wenn alle wieder am Ufer stehen, tropfnass bei Minusgraden, ist das Staunen groß. „Da gehen Leute mit Mänteln vorbei, und wir stehen einfach so da. Das flasht die Teilnehmer“, sagt Daniela. Der Körper produziert Wärme aus sich selbst heraus, die Durchblutung läuft auf Hochtouren. Dann kommen die Glückshormone. Ein Gefühl der Lebendigkeit, das viele auch als Erdung und innere Stärke beschreiben.
Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH
Brucker Bundesstraße 1a | A-5700 Zell am See
Tel.: +43(0)6542 770 | welcome@zellamsee-kaprun.com
www.zellamsee-kaprun.com
Warum Eisbaden wirkt
Bei regelmäßiger Anwendung (mindestens einmal pro Woche) zeigt Eisbaden nachweisbare Effekte:
- Stärkt das Immunsystem. Der Kältereiz trainiert die Abwehrkräfte
- Setzt Glückshormone frei. Endorphin-Ausschüttung sorgt für das typische „High“
- Regt den Stoffwechsel an. Aktiviert braunes Fettgewebe zur Wärmeproduktion
- Kurbelt die Blutzirkulation an. Gefäße trainieren durch Kontraktion und Erweiterung
- Stärkt das Nervensystem. Erhöht die Stressresistenz im Alltag
- Verbindet mit der Natur. Schafft unmittelbare Naturerfahrung
- Schafft innere Ruhe. Das Gefühl von Lebendigkeit und Zen zugleich
- Verbessert den Schlaf. Viele berichten von tieferem, erholsamerem Schlaf
5 Tipps fürs Eisbaden zu Hause
Daniela Bily ist Yogalehrerin und leitet seit vier Jahren Eisbade-Sessions – in Wien und in ihrer Heimat Zell am See-Kaprun. Ihre Empfehlungen für alle, die zu Hause starten möchten:
- Langsam anfangen: Wer noch nie Eisbaden war, sollte mit der kalten Dusche starten. Erst die Füße, dann die Beine, dann langsam höher.
- Die Atmung ist alles: Länger aus- als einatmen beruhigt den Körper und hilft, im Moment zu bleiben.
- Zwei Minuten reichen: Die wichtigsten Effekte treten in den ersten zwei Minuten auf. Man kann länger drinbleiben, aber das geht dann eher um mentale Stärke.
- Regelmäßigkeit zählt: Einmal die Woche oder alle zwei Wochen stärkt das Immunsystem und die Kälteresistenz.
- Nicht sofort warm duschen: Den Körper selbst wieder warm werden lassen – das trainiert zusätzlich.








