Hotelportrait
Familie Kniewasser Relax- & Wanderhotel Poppengut
Die Geschichte des Poppenguts ist seit Jahrhunderten eng mit Hinterstoder verbunden. Das Haus, dessen Ursprünge als Bauernhof bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, schlug 1971 mit der Eröffnung einer kleinen Pension den Weg zum Hotelbetrieb ein. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Betrieb Schritt für Schritt erweitert: Auf den ersten Wellnessbereich im Jahr 1992 folgte 2001 der Hotelzubau und 2010 die Ergänzung durch die Wohlfühlsuiten. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war das Jahr 1998 – seitdem ist das Haus Mitglied der Wanderhotels und setzt ganz bewusst auf die Schwerpunkte Wandern, Natur und Genuss.
Autorin: Jasmin Lutz
Was das Haus dabei in der Region einzigartig macht, lässt sich für die Gastgeber gar nicht primär an Steinen oder Ausstattung festmachen, sondern an der gelebten Philosophie im Alltag:
Das typisch Poppengut? Urlaub auf Augenhöhe – persönlich, familiär und mit außergewöhnlich viel Liebe zum Detail. Unsere Gäste schätzen nicht nur das Haus, sondern vor allem die Menschen dahinter: Mitarbeitende, nach denen Stammgäste schon fragen, vertraute Begegnungen und das Gefühl, wirklich willkommen zu sein. Kombiniert mit Kulinarik, einem besonderen Blick fürs Schöne und vielen kleinen Details entsteht etwas, das man schwer beschreiben kann – aber sofort spürt.
Eine schwierige Grundsatzentscheidung, um das Haus modern zu halten, gab es beim Generationenwechsel dabei nicht. Die Verbindung von Herkunft und Zukunft war von Anfang an eine Selbstverständlichkeit, wie die Familie betont:
Für uns stand von Anfang an fest, Tradition und Moderne selbstverständlich miteinander zu verbinden. Unser Anspruch ist es, am Zeitgeist zu bleiben und den Aufenthalt für unsere Gäste so angenehm wie möglich zu gestalten – von durchdachter Digitalisierung bis hin zu modernen Abläufen, die den Urlaub erleichtern. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die gemütliche, persönliche Atmosphäre und die Seele des Hauses erhalten bleiben.
Gerade als Hotel inmitten der Natur gehört der sorgsame Umgang mit den Ressourcen zum Alltag. Ein Bereich, der Gästen oft gar nicht auf den ersten Blick auffällt, ist dabei die Philosophie in der Küche:
Besonders am Herzen liegt uns, der bewusste Umgang mit Lebensmitteln. In unserer Küche versuchen wir, möglichst alles zu verwerten und Zutaten kreativ weiterzudenken, statt etwas wegzuwerfen. Lebensmittelverschwendung hat bei uns keinen Platz – darauf sind wir sehr stolz. Gerade als Hotel inmitten der Natur sehen wir es als Verantwortung, sorgsam mit Ressourcen umzugehen.
In diesem Sinne ist das Hotel heute ein Ort, an dem Herkunft und Zukunft ganz selbstverständlich zusammenpassen.
Drei Fragen an Gastgeber Herbert Kniewasser
Wo finden Sie nach einem langen Tag Ihren persönlichen Ausgleich?
Früher war mein Ausgleich oft der Weg auf den Poppenberg oder eine frühe Radtour zur Kneippanlage – einfach raus in die Natur und den Kopf frei bekommen. Heute sind es oft die kleinen Dinge: Am Abend noch kurz als Familie zusammensitzen, unsere Katze streicheln oder mit dem Hund spielen. Das sind die Momente, die erden und helfen, nach einem langen Tag wirklich abzuschalten.
Wann ist für Sie persönlich die schönste Zeit im Poppengut?
Für mich persönlich ist die schönste Zeit im Poppengut der Moment kurz vor Beginn des Abendessens. Dann entsteht im ganzen Haus eine ganz besondere Stimmung: Die Gäste kommen schön angezogen aus ihren Zimmern, der Duft verschiedenster Parfums liegt in der Luft und mischt sich mit den Aromen aus der Küche. Gleichzeitig spürt man diese angenehme, leichte Spannung hinter den Kulissen – in der Küche laufen die letzten Handgriffe, der Service begrüßt die ersten Gäste und alles bereitet sich auf einen schönen Abend vor. Genau dieser Moment zwischen Vorfreude, Genuss und Leben im Haus ist für mich etwas ganz Besonderes.
Gibt es ein Gericht, das für Sie das Gefühl von „echtem Daheimsein“ am besten verkörpert?
Ganz klar: ein Parasol-Schnitzel mit Kartoffelsalat. Früher sind wir oft gemeinsam mit unseren Gästen Parasol suchen gegangen – das war etwas ganz Besonderes. Danach hat man sich am Stammtisch zusammengesetzt und gemeinsam gegessen. Für mich steckt in diesem Gericht ganz viel Kindheit und Heimatgefühl. Die Natur direkt vor der Haustür, ehrliche regionale Küche und dieses Miteinander – genau das bedeutet für mich echtes Da






